Lubenice

Lubenice thront auf einem 378 m über dem Meer hohen Fels. Im Mittelalter war Lubenice das Zentrum des Archipels und geostrategisch sehr wichtig.

Im Ort findet man eine mittelalterliche Festung, Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und Stadttor. Viele kleinen Kirchen ebenfalls; der Hl. Sonntag, die gotische Kirche des Hl. Antons Eremit, Pfarrkirche der Hl. Jungfrau Maria mit dem Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert und die Kirche des Hl. Jakobs.

Der Ort ist von der Form oval und es führen zwei parallele, schlänglige Straßen hindurch. Die Straßen und Plätze tragen keinen Namen, sie sind nur mit Nummern von eins bis zweiundvierzig versehen. In Lubenice gibt es auch ein Schulgebäude, da aber keine Menschen unter 65 im Ort leben, ist die Schule nicht auf.

Im Sommer ist Lubenice für die Musikabende bekannt – eine schon jahrelange Tradition und von vielen Gästen besucht. Die Konzerte der kroatischen und weltbekannten Musiker finden in der Kirche der Hl. Maria und am Platz davor statt.

In der Bucht unter Lubenice befindet sich der Strand Sv. Ivan, welchen die deutsche Zeitung „Bild“ in das Verzeichnis der 40 schönsten Stränden der Welt eingliederte, und zwar auf Platz 15.

Legende über die Entstehung von Lubenice

Jeder Ort, so auch Lubenice, ist mit einer Legende über dessen Entstehung verbunden. Vor langen Zeit lebte ein König und seine Tochter erwiderte die Liebe eines Jungen vom Berg, wo heute Lubenice steht. Der König war mit damit sehr unzufrieden und verbannte sie aus Osor. Die Prinzessin ging mit ihrem Liebsten und setzte sich auf diesem Berg nieder. Sie hieß Ljubica, daher der Name. Die Wandlung von Ljubica in Lubenice ist den Italienern zu verdanken, denen die kroatische Version schwer auszusprechen war. Eine andere Deutung des Namens geht auf das Lateinische zurück, nämlich auf das Wort „hibernicius“ oder windig, denn dieser auf einem Felsensporn liegende Ort ist starken Winden und Stürmen ausgesetzt.