DIE INSEL CRES

Die Insel Cres, die erste Insel der Adria, liegt im nördlichen Teil der Kvarner-Bucht. In ihrem südlichen Teil, im Ort Osor, ist sie durch eine Drehbrücke mit der Insel Lošinj verbunden. Cres ist eine gebirgige Insel, 66 km lang und 2 bis 12 km breit. Die Küste ist stark gegliedert und ca. 248 km lang. In ihrem westlichen und südlichen Teil gibt es zahlreiche Buchten und Kieselstrände, während den nördlichen und östlichen Teil steile Felsen säumen. Von den höchsten Gipfeln der Insel - Gorice (648 m) und Sis (638m) bietet sich ein derart beeindruckender Ausblick auf die ganze Kvarner-Buch, dass er kaum einen gleichgültig lässt.

Als ein besonders interessantes und ungewöhnliches Naturphänomen ist der Süßwassersee Vrana zu erwähnen. Der See misst 5,75 Quadratkilometer, die Oberfläche des Vrana-Sees liegt höher als die des umliegenden Meers, während der Seeboden auf einer Tiefe von 74 m unter der Meeresoberfläche liegt. Charakteristisch für Cres sind starke Kontraste zwischen seinem nördlichen submediterranen Teil mit hohen, dichten Wäldern, wo Eichen, Hainbuchen, Ulmen und Kastanien wachsen, und dem mittleren und südlichen mediterranen Teil, wo karge Weideflächen und dichte Macchia überwiegen.

Der große Reichtum an Pflanzen (ca. 1300 Arten) und Tieren mit ausnehmend großer Zahl der endemischen Arten stellt für Naturfreunde eine Herausforderung dar. Auf der Insel Cres befindet sich auch eine der letzten Niststellen des Gänsegeiers, dieser schon selten gewordenen Vogelart.

Die Insel Cres war schon im Neolithikum bewohnt. Die ununterbrochene Besiedelung der Insel hat ein außergewöhnlich reiches kulturgeschichtliches Erbe hinterlassen: von den Burgruinen der Liburnier, über antike Ruinen und zahlreiche frühkatholische Kirchen und Klöster bis hin zu der Hinterlassenschaft der venezianischen Epoche und modernen Denkmälern

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